Energie muss bezahlbar bleiben!

Das aktuelle Portfolio an erneuerbaren Energien mit Windkraft und Photovoltaik auf Dächern und Freiflächen stößt an seine Grenzen, auch hinsichtlich der Bezahlbarkeit, denn gerade vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Politik darf der Strompreis in Deutschland nicht noch weiter steigen. Darüber hinaus macht sich Deutschland aufgrund einer fehlgeleiteten Klimaschutzpolitik aktuell abhängig vom Stromimport, der in den Nachbarländern wiederum mit Kohle- und Atomkraftwerken erzeugt wird, die hierzulande verboten werden.

Eine gute Energiepolitik muss ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Umweltschutz, Versorgungssicherheit und weiteren wichtigen Kriterien herstellen. Insbesondere in puncto Versorgungssicherheit bzw. Grundlast sind Kernenergie und fossile Energieträger aktuell noch nicht wegzudenken, weil erneuerbare Energieträger eben durch sehr volatile Energiebereitstellungseigenschaften genau diese Kriterien nicht erfüllen können. Die aktuelle Energiepolitik verlagert dabei nur die Energieerzeugung durch konventionelle Kraftwerke ins Ausland. Abhilfe zur Reduzierung der Volatilität der Erneuerbaren würden hier große Langzeitspeicher schaffen, die einerseits stets Gegenstand der Forschung sind und andererseits noch ein unrentables Kosten-NutzenVerhältnis mit sich bringen.Der gegenwärtige Stand der Wissenschaft im Bereich der Kernenergie schlägt moderne Flüssigsalzreaktoren vor, die Atommüll als Brennstoff verwenden können. Laut einem Gastbeitrag von Rainer Klute in Zeit-Online („Atomkraft, ja bitte! Wie bitte?“) könnte unser Vaterland aus Atommüll in den Zwischenlagern “250 Jahre lang komplett mit Strom versorgt werden.”Demzufolge ist ein guter und ausgewogener Energiemix anzustreben, der die Vorteile und Nachteile aller Energieträger berücksichtigt.

Gemäß den Studien vom Fraunhofer ISE (Kost et al. (2018) Stromgestehungskosten Erneuerbare Energien) und von der VGB PowerTech e.V. (VGB PowerTech e.V. (2015) Levelised Cost of Electricity) belaufen sich die Stromgestehungskosten für Kernenergie bei 3,6 bis 8,4 Cent/kWh, für Braun- und Steinkohle bei etwa 4,5 bis 10 Cent/kWh, für Erdgas bei circa 8 bis 10 Cent/kWh. Die Erneuerbaren liegen hier bei etwa 4 bis 8 Cent/kWh Onshore-Windkraft und bei circa 3,5 bis 18 Cent/kWh für PVGroßanlagen.Gemäß dieser Angaben sind Pauschalaussagen, dass nun Erneuerbare günstiger seien als Fossile Energieträger, nicht angemessen. In den obigen Stromgestehungskosten für die Erneuerbaren sind definitionsgemäß keine Kosten für die notwendigen Energiespeicher berücksichtigt. Aufgrund der Tatsache, dass zuverlässige Stromspeicher gegenwärtig sehr teuer sind, dürften sich die obigen Stromgestehungskosten für Erneuerbare Energien noch deutlich erhöhen.

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