Krankenkasse fordert Öffnung der Fitnessstudios

Liebe Bürger,

Mens sana in corpore sano; ein gesunder Geist (wohnt) in einem gesunden Körper.

so lernen es die Lateiner.

Und bereits Teresa von Ávila (1515-1582) wusste: „Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.“

Allein diese beiden Zitate zeigen, dass den Menschen von jeher bewusst ist, dass Körper, Geist und Seele untrennbar verbunden und voneinander abhängig sind. Erst seit wenigen Jahren aber wird konkret untersucht, wie sich eine kranke Seele oder ein erkrankter Geist auf den Körper auswirken können, beziehungsweise umgekehrt.

Viel zu oft scheinen unsere Krankenkassen diesem Zusammenhang aber nicht Rechnung tragen zu wollen. Anders lässt es sich nicht erklären, dass Präventivmaßnahmen oft nicht bezahlt werden oder um Reha-Maßnahmen gekämpft werden muss. Gerade der Sport stellt dahingehend nicht selten den Stein des Anstoßes dar.
Dass es jetzt ausgerechnet eine Krankenkasse ist, die Alarm schlägt, welche Auswirkungen die geschlossenen Fitness-Einrichtungen auf die Gesundheit der Bevölkerung haben könnten, überrascht nur auf den ersten Blick.[1]

Schon lange ist bewiesen, dass sich körperliche Bewegung positiv auf eine Vielzahl der sogenannten „Zivilisationskrankheiten“ auswirken kann. Bluthochdruck, Diabetes, selbst MS und Depressionen lassen sich durch die richtige Dosis des richtigen Sports positiv beeinflussen.
Und nicht zuletzt lässt sich dem am weitesten verbreiteten gesundheitlichen Problem unserer Zeit, dem Übergewicht, durch Sport wortwörtlich zu Leibe rücken.

Sport erhöht den Kalorienumsatz und baut Muskulatur auf, die Gelenke und Bänder schützt und stützt. Sport hält beweglich, trainiert Herz und Kreislauf, streichelt die Seele und stärkt das Selbstbewusstsein. Sport kann jeder Mensch, in jedem Alter, mit jeder denkbaren Einschränkung, im Rahmen seiner Möglichkeiten betreiben. Und gerade diejenigen, die bereits zu den Risikogruppen gehören, können von der körperlichen Betätigung nur profitieren, sie steigert sogar die körpereigene Immunabwehr – wenn man es denn richtig macht.

Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer: Genau diese Arbeit leisten nämlich Fitness-Studios.

Die modernen Studios erinnern kaum noch an die Hinterhof Muckibuden der 80er oder 90er Jahre. Heutzutage stellen Krankenkassen-Kurse einen großen Teil des Programms dar, welches die Studios anbieten. Über Rückenschule und Reha-Gymnastik, bis hin zu Rückbildungs- und Selbstverteidigungskursen oder Senioren-Yoga: Wer gesundheitliche Probleme hat, der kann hier – mit oder ohne Unterstützung der Krankenkasse – unter Aufsicht von professionell geschulten Fachleuten, gezielt daran arbeiten.
Und wer diesen Benefit einmal erlebt hat, der möchte ihn nicht mehr missen. Nur sind diese Menschen – die größtenteils zu einer Risikogruppe gehören – aktuell gezwungen, für sich allein zu trainieren. Ohne fachliche Aufsicht, ohne professionelle Haltungskorrektur. Wer schon einmal versucht hat, als Laie allein Yoga zu machen, der weiß, was das bedeutet.

Bringen wir es auf den Punkt:
Gerade in dieser Zeit des Lockdowns und der Ausgangssperren, der Isolation und der winterlichen Wetter- und Lichtverhältnisse, sollten wir darauf drängen, dass die Fitness-Studios schnellstmöglich wieder öffnen. Sie leisten einen wichtigen Dienst für die Gesundheit der Bevölkerung, gerade der gesundheitlich angeschlagenen. Hinzu kommt, dass mit jedem Kilo, das die Deutschen aus Mangel an Bewegung während des Lockdowns zunehmen, sich die Anzahl der potentiellen Risikopatienten erhöht, denn Übergewicht ist ein nicht zu vernachlässigender Risikofaktor.

Mein Appell:
Schreiben Sie an Ihre Kreistagsabgeordneten. Schreiben Sie an Ihren Landtagsabgeordneten. Schreiben Sie an Ihren Bundestagsabgeordneten. Unterstützen Sie „Ihr“ Studio, in dem Sie vielleicht einen Mitgliedsbeitrag mal nicht zurückfordern. Machen Sie das Ganze zu einem „Thema“. Reden Sie darüber, machen Sie Ihrem Unmut Luft. Und fragen Sie in Ihrem Studio nach – vielleicht gibt es sogar eine Petition, die Sie unterschreiben können.

Denn leider steht diese Branche mit dem Rücken zur Wand und wird auch nach dem Lockdown noch mit den Folgen der angeordneten Zwangsmaßnahmen zu kämpfen haben.
Ich kämpfe mit Ihnen für den Erhalt der Fitnessstudios und führe seit dem vergangenen November eine Normenkontrollklage vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof.[2]

Es grüßt,
Ihr Pierre Lamely
Kreisgeschäftsführer & Spitzenkandidat der AfD für die Stadtverordnetenversammlung

 

Quellen:

[1] https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/corona-schliesst-fitnessstudios-im-saarland-und-verursacht-so-gesundheitsschaeden_aid-55793009

[2] https://www.facebook.com/­AfDKreisverbandFD/­posts/3570992539647532

Die Alternative für Handwerker

Sehr geehrte Handwerker Kollegen, Solides Handwerk ist innovativ, bildet flächendeckend aus, erhöht die nationale Wirtschaftskraft und schützt die Verbraucher. Handwerker …

Weiterlesen

AfD verspricht Fuldaer Maskendeals auf schwarzen Filz zu prüfen

Fulda (07.03.2021) Fast täglich fällt ein neuer Name aus den Reihen der Union im Zusammenhang mit Bestechlichkeitsvorwürfen bei der Vermittlung …

Weiterlesen

Den Landkreis im Blick

Newsletter der AfD Fulda abonnieren und nichts mehr verpassen!