Nächstes Corona-Opfer: Mutterkonzern von Hussel und Eilles

Wenn Schokolade bitter wird.

Liebe Bürger,
Im Landkreis Fulda ist die Arbeitslosigkeit im letzten Jahr um 27% gestiegen. Für über 50% der Angestellten im Kreis wurde Kurzarbeit angemeldet (wir berichteten[1]).
Und diejenigen, die bisher mehr oder weniger normal ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen können, bemerken, dass die Einschläge immer näherkommen: Mal ist es der Bruder, der seinen Job verliert, mal die Nachbarin, die auf einmal in Kurzarbeit muss. Vielleicht macht die Kneipe zu, in der die Tochter neben ihrem Studium jobbt. Oder es ist das Gespräch, das man im Supermarkt mitbekommt, dass in der größten ortsansässigen Firma 30% der Arbeitsplätze wegfallen sollen.

In Zeiten wie diesen, die unsicher sind und in denen man sich auf nichts verlassen kann, werden die Menschen vorsichtig. Man schiebt Investitionen hinaus, wenn sie denn nicht unbedingt nötig sind. Ein Großgerät für die Küche austauschen, den neuen Wagen kaufen, einen Urlaub buchen, das schöne Sofa anschaffen oder einmal schön Frühlingsmode shoppen gehen? Lieber nicht. Man weiß ja nicht, wie die finanzielle Situation in ein oder zwei Monaten aussehen könnte.

Und da zahlreiche Menschen derzeit zusätzlich versuchen, sich einen Vorrat an Lebensmitteln anzulegen, muss natürlich an anderer Stelle gespart werden.

Fragen Sie sich doch mal selbst: Wenn Sie heute nur noch die Hälfte des Geldes für Ihre monatlichen Einkäufe zur Verfügung hätten; worauf würden Sie als erstes verzichten? Grundnahrungsmittel? Die Lieblingsessen der Kinder? Am Hundefutter? Sicher nicht. Man spart an den hochpreisigen Artikeln, die es auch durchaus günstiger gibt.

Die Kunden kaufen weniger in Fachgeschäften, sondern gehen öfter zu Discountern, wo das breite Angebot auch die Artikel der Fachgeschäfte abdeckt.

Ein Opfer dieser Entwicklung ist nun die Deutsche Confiserie Holding (DCH) geworden. Die Konzernmutter von Marken wie Hussel, Eilles und Arko hat in Schleswig-Holstein Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. In den entsprechenden Läden konnte der Kunde stets hochwertigen Kaffee, Tee und Süßwaren erwerben. Dinge, die vielleicht nicht lebensnotwendig sind, die das Leben aber einfach das kleine bisschen süßer machen.

Nur hören die Menschen auf, Süßes zu kaufen, wenn es finanziell bitter wird.

Die Insolvenz der DCH betrifft auch die Hussel-Filiale in der Marktstraße bei uns in Fulda. Nach Kolb, Adler, Löwe und Wunderbar nun der nächste bekannte Name, der unter dem Corona Druck zusammenbricht.

Die DCH erklärt in einer Pressemitteilung, dass die Geschäfte im vollen Umfang weitergeführt werden sollen. Das ist die große Hoffnung der 1600 Mitarbeiter des Konzerns.

Wir merken es inzwischen nicht nur an den Läden, die aufgrund des Lockdowns schließen mussten, wir merken es auch an den Stellen, wo Ware einfach das kleine bisschen mehr kostet als im Discounter. Hier beginnen die Menschen zu rechnen und Ausgaben zusammen zu streichen.

Ich wiederhole mich an dieser Stelle: Die Lockdown Maßnahmen werden unsere bis dato stabile und starke Mittelschicht quasi ausradieren – wenn nicht endlich die Notbremse gezogen wird.

Es grüßt,
Ihr Pierre Lamely
Kreisgeschäftsführer & Spitzenkandidat der AfD für die Stadtverordnetenversammlung

 

Quelle:

[1] https://www.facebook.com/­AfDKreisverbandFD/posts/­3790434947703289

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